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SCHLOSS STOLPE

Sommerprogramm 2017

Bei der Abwägung der historisch und künstlerisch bedeutenden und weniger bedeutenden Veränderungen des Bauwerkes soll bei der Sanierung des Schlosses
der letzten gestalteten Umformung um 1900 im Geiste des Historismus
, die die vorausgehenden Bauphasen aufnimmt und zu einem neuen Ganzen verarbeitet, der Vorzug gegeben werden. Richtungweisend für das denkmalpflegerische Konzept sind die hochrangige Qualität des historistisch umgestalteten Bauwerkes und die vorhandenen Kenntnisse zur Ausgestaltung des Gebäudes.
 
Im Gegensatz zu der früheren Nutzung als privates Wohnhaus wird das Schloss jetzt als Begegnungs- und Veranstaltungsstätte öffentlich genutzt. Deshalb ist bei der Sanierung ein Kompromiss zwischen der historistischen Restaurierung und den Anforderungen der gegenwärtigen / künftigen Nutzung erforderlich.
 
Die Außengestaltung um 1900
ist durch zeitgenössische Fotografien gut dokumentiert, daher waren abgebrochene Bauteile wie die Türme rekonstruierbar. Der Außenputz soll entsprechend erhaltener Reste als grober Rauputz mit glatten, geputzten Fensterfaschen wiederhergestellt werden, ebenso die Gesimse und die Eckquaderungen. Sichtfenster können einen Einblick in frühere Bauzustände
(wie den ursprünglichen Renaissancebau)
gewähren.
Die Innenräume
sollen soweit möglich entsprechend dem überlieferten Vorbild wiederhergestellt werden. In den großen Räumen wie der Eingangshalle mit Galerie, dem Gelben Salon und dem Saalanbau ist viel Originalsubstanz erhalten. Restauratorische Untersuchungen und wenige Fotografien ermöglichen ein Bild von den Gestaltungs- und Farbvorstellungen der Zeit um oder kurz nach 1900.
 
Das Gräfinnenzimmer
(ehemaliges Schlaf- und Badezimmer der Gräfin Freda von Schwerin)
im Obergeschoss des südlichen Querbaus soll als Ausstellungsraum der Jahrhundertwende rekonstruiert werden. Neben der Wiederherstellung der Wandgestaltung, der Böden und Decken und der Einbauten soll auch versucht werden, sich der Innenausstattung durch den Erwerb zeitgemäßer Möbel soweit wie möglich anzunähern.
 
In Nebenräumen
ohne ausreichende Befunde sowie bei Räumen mit neuem Raumzuschnitt und neuer Nutzung
(z. B. Toiletteneinbauten)
sollen Veränderun- gen und Ergänzungen zeitgemäß gestaltet werden.
 
Quelle:
Gerge, K.:
Denkmalpflegerische Zielstellung
für das Schloss Stolpe/Usedom

Usedom-Wolliner Blätter 4 (2002) Verlag Störr, Ostklüne
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Bad-Graefin
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Ehemaliges Schlaf- und Badezimmer der Gräfin Freda von Schwerin nach inzwischen erfolgter Sanierung und Restaurierung