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auf Usedom

Sommerprogramm 2018

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SCHLOSS STOLPE

Bei der Übernahme des Schlosses durch die Gemeinde befand sich das Gebäude in einem desolaten baulichen Zustand
(Abb. 1)

 
Durch mangelnden Bauunterhalt waren in dem Gebäude umfangreiche Nässeschäden entstanden, sodass die historische Substanz in Teilen schon zerstört war. Der "Echte Hausschwamm" hatte sich über weite Bereiche des Hauses verbreitet.
 
Es gelang im Jahr 2001 in das "Dach & Fach Programm zur Sicherung und Erhaltung von Kulturdenkmälern" aufgenommen zu werden.
 
Im 1. Bauabschnitt
(2001)
wurden die dringendsten Problem- bereiche behandelt um den akuten Verfall zu stoppen, insbesondere die gesamte Nordfassade. Es erfolgte eine Sicherung vor Wasser-
zutritt, der Verfall der Türme musste gestoppt werden.
(Abb. 2)

 
Sämtliche Sparrenfüße und die Deckenbalken mussten angelascht, Pfetten und Aufschieblinge erneuert werden. Das Traufenmauerwerk wurde neu aufgemauert. Das alte Mauerwerk musste mit einem schwammsperrenden Mittel verpresst werden.
 
Die zerstörten Holzbalkendecken über dem Arkadengang und dem Saalanbau wurden als Ziegelelementdecken erneuert
(Abb. 3)
.
 
Die Stuckdecke im Saalanbau wurde vorher von Herrn Restaurator Ulrich Kobelius dokumentiert, abgeformt und in Teilen zum Wieder- einbau sichergestellt. Gleichzeitig hat eine Qualifizierungs-ABM für junge Handwerker den Zementaußenputz abgenommen sowie Abbruch- und Mauerarbeiten durchgeführt.
 
In einem 2. Bauabschnitt
(2002)
folgte die Erneuerung der schad-
haften Betonsteineindeckung durch eine Bibereindeckung nach historischem Vorbild, die Wiederherstellung der früheren Gauben und Dachbekrönungen und die Sicherung und Ergänzung des Turmmauerwerkes.
 
Im 3. Bauabschnitt
(2003/2004)
wurden die Dachstühle der Türme wiedererrichtet und mit Biber-Dachziegeln eingedeckt. Fehlendes Mauerwerk der oberen Geschosse wurde ergänzt.
 
Die Flachdächer über dem Saal wurden mit Wärmedämmung versehen und abgedichtet. Parallel dazu konnten die Fenster und Türen der Nordfassade soweit möglich restauriert werden, verlorene Teile wurden nachgebaut. Das Schloss erhielt nach vielen Jahren des Verfalls ein erfreuliches Ansehen.
(vergleiche Abb. 1 und Abb. 4)

 
Die Finanzierung der ersten drei Bauabschnitte erfolgte im Rahmen des Förderprogramms „Unter Dach und Fach“ des Bundes und des Landes Mecklenburg-Vorpommern. Mit dem Auslaufen dieses Programms mussten neue Fördermöglichkeiten gefunden werden. Im Laufe des Jahres 2004 gelang es, in die Programme "Leader Plus" und "Entwicklung der ländlichen Räume" aufgenommen zu werden. Mit der Schaffung eines Dorfgemeinschaftshauses und eines Folklorezentrums konnten die Fördermöglichkeiten genutzt und in einem
 
4. Bauabschnitt
(2004/2005)
der Innenausbau des Erdgeschosses mit Ausnahme der Eingangshalle finanziert werden. Neben Rohbauarbeiten wie der Erneuerung zerstörter Boden- und Deckenkonstruktionen war der Neueinbau der erforderlichen technischen Installationen für Heizung, Wasserversorgung und Abwasser sowie der gesamten Elektroinstallation ein wesentlicher Schritt. Hiermit war der Einbau einer zentralen Toilettenanlage und einer Teeküche verbunden.
 
Parallel dazu wurden die Fenster und Außentüren auf der Ost-, Süd- und Westseite restauriert oder neu hergestellt, die Innentüren waren bis auf wenige Ausnahmen reparierbar. Innenputze, Parkett- und Steinböden waren größtenteils zu erneuern. Die neobarocke Stuckdecke des Saalanbaues und das Rabitzgewölbe im Arkadengang konnten unter Verwendung alter Teile wiederhergestellt werden.
 
Im 5. Bauabschnitt
(2005/06)
wurden Sanierungsarbeiten in den Innenräumen und Maßnahmen zur Wintersicherung aus Eigenmitteln durchgeführt.
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Abb. 1: Zustand des Schlosses im Jahre 1976
Abb. 2: Erster Bauabschnitt der Sanierung: Sicherung vor Wasserzutritt, Fensterzumauerungen entfernt, Verfall der Türme gestoppt.
Abb. 3: Die Saaldecke wurde komplett erneuert
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Abb. 4: Sanierungszustand des Schlosses im Jahre 2003
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Rekonstruktion
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